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Ätherische Öle für Babys und Kinder – sanfte Helfer im Familienalltag

  • Autorenbild: Anna Schuh
    Anna Schuh
  • 20. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Okt. 2025

2 kleine Kinder riechen an einem Duft Öl Fläschchen - Mammalia Aromaberaterin

Mit der Heilkraft der Natur wussten schon unsere Vorfahren umzugehen.

Ein alter Spruch sagt:


Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“


Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenauszüge – gewonnen aus Blüten, Blättern, Rinden oder Wurzeln.

In jedem Tropfen steckt geballte Pflanzenenergie: entzündungshemmend, antibakteriell, stimmungsaufhellend und wohltuend für Körper und Seele.


In meinen Kursen merke ich immer wieder, dass die größte Unsicherheit bei Eltern darin liegt, wie sie ätherische Öle eigentlich anwenden sollen.

Viele wissen, dass sie helfen können – aber nicht, ob sie in die Duftlampe, ins Bad oder in ein Massageöl gehören.


Gerade bei Babys und Kindern gilt: Weniger ist mehr.

Die richtige Auswahl, Verdünnung und Anwendung entscheiden, ob ein Öl wirklich hilfreich ist – oder zu viel des Guten.



🌸 Was sind ätherische Öle eigentlich?


Ätherische Öle sind keine „fetten“ Öle, sondern flüchtige Duftstoffe, die durch Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung gewonnen werden.

Pflanzen bilden sie, um sich zu schützen, Insekten anzulocken oder miteinander zu kommunizieren.


Ein einziger Tropfen enthält hunderte Wirkstoffe, die über verschiedene Wege wirken können:


  • Über die Haut: z. B. bei Massagen oder Bädern.

  • Über die Nase: Düfte beeinflussen das limbische System – also den Teil des Gehirns, der Emotionen, Erinnerungen und Entspannung steuert.

  • Über die Atmung: sanfte Inhalation oder Raumbeduftung.


Darum können Gerüche so starke Gefühle auslösen – wie Omas Apfelstrudel oder frischer Sommerregen.



⚠️ Sicherheit geht vor


Die Haut von Kindern ist empfindlicher, ihr Nervensystem sensibler – daher immer vorsichtig dosieren.


Grundregeln:


  • Ätherische Öle nie pur auftragen. Immer in einem Pflanzenöl verdünnen.

  • Wenige Tropfen reichen.

  • Alter beachten: Pfefferminze, Kampfer oder Eukalyptus globulus sind für kleine Kinder ungeeignet.

  • Nur 100 % naturreine Öle verwenden – keine synthetischen Duftmischungen.

  • Riecht ein Öl ranzig oder stechend: lieber entsorgen.

  • Nie im Gesicht von Babys anwenden.

  • Zitrusöle nicht vor Sonne verwenden.

  • Außer Reichweite aufbewahren.



🌿 Anwendungsmöglichkeiten im Familienalltag


Viele wissen nicht, was man mit ätherischen Ölen außer in der Duftlampe tun kann.

Hier ein Überblick über sichere, einfache Anwendungen:


1. Massage oder Streichung

Ein paar Tropfen ätherisches Öl in 10 ml Mandel-, Jojoba- oder Kokosöl mischen.

→ Sanft über Rücken, Bauch oder Füße streichen. Fördert Nähe, Entspannung und Schlaf.


2. Fußbad oder Badewanne

1 Tropfen Öl mit einem Schuss Milch oder Honig mischen, damit es sich im Wasser verteilt (das Öl darf nie pur ins Bad).

→ Wohltuend abends oder bei Erkältung. Badezeit: etwa 10 Minuten.


3. Raumspray

Mit Hydrolat und etwas Alkohol mischen.

→ Für frische Luft, gegen schlechte Stimmung oder „Monster unter dem Bett“.


4. Duftstein oder Diffuser

1–2 Tropfen genügen.

→ Besonders sanft beim Einschlafen oder zur Beruhigung.


5. Inhalation (für größere Kinder)

1 Tropfen Ravintsara oder Eukalyptus radiata in heißem Wasser.

→ Nur unter Aufsicht – und nicht direkt über den Dampf beugen.



🌼 Geeignete Trägeröle


Trägeröle sind tatsächlich „fette“ Pflanzenöle., verdünnen das ätherische Öl und pflegen gleichzeitig die Haut:


  • Mandelöl

  • Jojobaöl

  • Kokosöl

  • Olivenöl

  • Sheabutter

  • Johanniskrautöl (nicht vor Sonne verwenden)



👶 Welche Öle passen für welches Alter?


0–1 Jahr:

Lavendel fein, Kamille römisch, Vanille, Benzoe Siam, Mandarine rot, Ho-Blätter, Fenchel süß, Rose


1–3 Jahre:

Cajeput, Atlaszeder, Eukalyptus staigeriana, Thymian linalool, Manuka, Karottensamen


3–6 Jahre:

Ravintsara, Eukalyptus radiata, Fichtennadel, Bergamotteminze, Litsea, Angelikawurzel


6–10 Jahre:

Weihrauch, Bergamotte, Pfefferminze (ab 6 Jahren)



⚖️ Dosierungsempfehlung


  • Babys (0–1 Jahr): 1 Tropfen auf 10 ml Pflanzenöl (10ml=1El)

  • Kleinkinder (1–3 Jahre): 1–2 Tropfen auf 10 ml

  • Kinder (3–6 Jahre): 2–3 Tropfen auf 10 ml

  • Kinder (6–10 Jahre): 3–5 Tropfen auf 10 ml


👉 Immer erst an kleiner Hautstelle testen.

👉 Nie direkt im Gesicht anwenden.


✨ Rezepte für dich zum Ausprobieren


Monster-weg-Spray“ (ab 1 Jahr)


  • 30 ml Alkohol (z. B. Wodka)

  • 20 ml Orangenblütenhydrolat

  • 10 Tropfen Mandarine rot

  • 3 Tropfen Lavendel fein

  • 2 Tropfen Kamille römisch


    → Beruhigt abends, fördert den Schlaf und vertreibt Ängste.


Fußmassageöl „Träum schön“ (ab 1 Jahr)


  • 20 ml Mandelöl

  • 1 Tropfen Lavendel fein

  • 2 Tropfen Orange

  • 1 Tropfen Atlaszeder


    → Entspannt, erdet und schenkt Geborgenheit.


Ätherische Öle sind kein Allheilmittel – aber eine wundervolle, natürliche Unterstützung im Familienalltag.

Mit Wissen, Achtsamkeit und der richtigen Dosierung können sie Babys und Kinder sanft begleiten:

beim Einschlafen, bei kleinen Erkältungen oder einfach als liebevolles Ritual.


Hinweis: Ätherische Öle ersetzen keinen Arztbesuch.

In meinen Kursen und Beratungen zeige ich, wie sie sicher und kindgerecht angewendet werden können.

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