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Still-Hacks für einen leichteren Stillstart

  • Autorenbild: Anna Schuh
    Anna Schuh
  • 20. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Okt. 2025

stillende Mama mit Neugeborenem - Mammalia Graz

Stillen fühlt sich für viele Mamas anfangs nicht so einfach an, wie sie es sich vorgestellt haben. Manchmal läuft die Milch zu langsam, manchmal trinkt das Baby nur kurz und schläft wieder ein – und oft ist da auch Unsicherheit, ob alles so klappt, wie es soll. Kleine Tricks können hier viel Entlastung bringen und machen den Stillstart leichter – für dich und dein Baby.



  1. Stillen im Liegen


Stillen im Liegen - der Game Changer - für eine bessere Nacht. Du liegst azf der Seite, dein Baby vor dir, Bauch an Bauch. Achte darauf, dass du dennoch gut gestützt und bequem

liegst, Stillkissen im Rücken.


Diese Position schont deine Kräfte enorm, weil du dich nicht immer wieder aufsetzen musst, und gleich wieder schlafen kannst. Gerade in den ersten Wochen, wenn die Nächte noch unruhig sind, ist das eine wichtige Möglichkeit, deine Ressourcen zu schonen und trotz häufiger Stillmahlzeiten gut durch die Nacht zu kommen.



  1. Asymmetrisches Anlegen –

hilft bei Schmerzen und wenn dein Baby zu wenig erwischt


In den ersten Tagen nach der Geburt, wenn der Stillstart noch etwas holprig ist, kann das asymmetrische Anlegen eine große Hilfe sein.


Dabei rollst du deine Brust leicht so, dass die Brustwarze höher an den Gaumen deines Babys gleitet. Dein Kind kann dadurch kräftiger saugen, die Milch fließt leichter – und viele typische Stillprobleme wie wunde Brustwarzen oder ineffektives Trinken lassen sich vermeiden. Für dich bedeutet das: weniger Schmerzen, für dein Baby mehr Milch und Zufriedenheit.



  1. Brustkompression –

hilft bei schläfrigen Babys oder schwachem Saugen


Manche Babys saugen nur kurz kräftig an und nuckeln dann mehr, ohne wirklich zu schlucken. Einige Kinder sind zu Beginn einfach noch zu schläfrig, sei es durch die Geburt oder eine leichte Gelbsucht. Da kann die Brustkompression helfen. Dabei streichst du mit sanftem Druck von oben – nahe am Brustkorb über die Brust – hin in Richtung Brustwarze. So wird die Milch aktiv angeregt und der Milchspendereflex unterstützt. Man merkt dann wie, dass Baby dadurch wieder kräftiger zu saugen und schlucken beginnt und damit auch mehr Milch bekommt. Besonders beim Stillstart und bei Babys mit Gedeihstörung ist diese Technik sehr sehr wertvoll. .



  1. Wechselstillen –

macht müde Babys wieder wach


Wenn du ein müdes Baby hast, das während dem Stillen immer wieder einschläft, versuch das Wechselstillen. Dabei wechselst du einfach die Seite während einer Stillmahlzeit öfter hin und her. Dieses Wechselstillen regt den Milchspendereflex nochmal an und hilft deinem Kind, länger wach und trinkfreudig zu bleiben. Vor allem in den ersten Wochen unterstützt das den Stillstart und gibt deinem Baby genug Milch.



  1. Laid-back Nursing –

entspannt bei starkem Milchfluss


Eine sehr entspannte Möglichkeit ist das Laid-back Stillen, auch Biological Nurturing genannt. Dabei lehnst du dich zurück – auf dem Sofa, im Bett oder im Sessel – und legst dein Baby bäuchlings auf dich. Viele Babys beginnen ganz von selbst, die Brust zu suchen und sich anzudocken. Für dich bedeutet diese Haltung: du musst nicht viel halten oder anspannen, dein Körper ist entspannt und dein Baby findet leichter seinen Platz. Du solltest aber dennoch darauf achten, dass du bequem und gut gestützt liegst. Hat dein Baby mit einem starken Milchspendereflex oder Reflux zu kämpfen ist diese Variante auch sehr hilfreich.



  1. Reverse Pressure Softening – hilft, wenn die Brust zu prall ist


Eine spezielle Brustmassage die angewendet wird bei geschwollenen Areolen bzw sehr prallen Brüsten. Dadurch kann dein Baby die Brustwarze kaum gut fassen. Die RPS hilft die Gewebsflüssigkeit zurückzudrängen.


Du legst dabei zwei bis drei Fingerkuppen rund um die Brustwarze und drückst sanft 1-3 Minuten in Richtung Brustkorb. Durch den leichten Druck verteilt sich die Flüssigkeit, das Gewebe wird weicher und die Brustwarze tritt deutlicher hervor. Dein Baby kann dadurch besser andocken und trinken.



Stillen muss kein Kampf sein. Mit diesen kleinen Tricks kannst du deinem Baby das Trinken erleichtern – und dir selbst Schmerzen und Stress ersparen.


Wenn du merkst, dass Schmerzen bleiben, dein Baby nicht ausreichend trinkt oder andere Stillprobleme auftreten, wende dich rechtzeitig an eine ausgebildete Stillberaterin in deiner Nähe.

Je früher du Unterstützung holst, desto leichter lassen sich Schwierigkeiten beheben.

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